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Martin Lauterburg ist ein bedeutender Schweizer Maler des 20. Jahr-hunderts, der vom jetzt angebrochenen Jahrhundert neu entdeckt werden wird.
Während er mit dem Pinsel in seltsame Bereiche zwischen der sinnlichen Realität und phantastischer Imagination eindrang, war er ein Meister im Umgang mit dem Fotoapparat.
Der Horizont der Kunst Lauterburgs reicht von einem eindringlichen "psychologischen" Realismus in Bildnissen (z.B. von seiner Mutter oder von Ricarda Huch) über effektvolle Blumenstöcke und Landschaften, die oft in gespenstisches Licht getaucht sind, bis zu anspruchsvollen Kompositionen, in denen sich der Maler bald als Opfer, bald als Mitwirkender, bald als Magier eines nächtlichen Spuks darstellt.
Der bestürzende Realismus dieser Szenen, der als der eigentliche Kern der künstlerischen Botschaft Lauterburgs angesehen werden darf, geht auf im Atelier aufgebaute Szenarien und photographische Aufnahmen zurück, die durch die Malkunst in einen unheimlichen Zwischenbereich transponiert werden, dem sich auch heute niemand zu entziehen vermag.
Die Bewunderung und die Verehrung, die Martin Lauterburg innerhalb seines Sammler- und Freundeskreises und innerhalb seiner Familie genoss, motivierte seinen Bruder, den Pfarrer Otto Lauterburg, in Saanen, aus dem Nachlass einen Stiftung zu errichten, die sich der Pflege des Andenkens an diesen einzigartigen Menschen und Maler verpflichtet hat.
Die Stiftung wird zur Erreichung ihres Zweckes durch den "Verein zur Unterstützung der Martin Lauterburg-Stiftung" finanziell unterstützt. |